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Trinkwasserhygiene

Kunststoffe, die mit Trinkwasser in Kontakt kommen, müssen aus hygienischer Sicht zwei wesentliche Anforderungen erfüllen:

Die Prüfung für das gültige Zeugnis entsprechend der KTW-Leitlinie bzw. den weiteren Leitlinien des Umweltbundesamtes (UBA) zur Bewertung polymerer Werkstoffe für den Kontakt mit Trinkwasser muss am Endprodukt erfolgen; Eine Prüfung der einzelnen Ausgangsmaterialien alleine ist nicht ausreichend. KTW-Zeugnis und Zeugnis nach DVGW W 270 haben eine maximale Gültigkeit von 5 Jahren ab Ausstellungsdatum.

Bei den bis Ende 2005 gültigen KTW-Empfehlungen wurden die Kategorien mit Buchstaben bezeichnet. Es gab die Kategorien A (Rohre), B (Behälter), C (Ausrüstungsgegenstände) und D (Dichtungen). Ab 2006 erfolgt die Prüfung entsprechend den KTW-Leitlinien des UBA. Dabei sind die Bereiche stärker untergliedert und die Buchstaben zur Kennzeichnung fallen weg. Aufgrund der sprachlichen Einfachheit wird allerdings immer noch von "KTW A" gesprochen. Die Anforderungen für die Kategorie A sind am höchsten, für D am niedrigsten.

Schläuche müssen seit 2006 entsprechend der UBA-Schlauch-Empfehlung geprüft werden. D.h. es müssen die Kriterien für die Produktgruppe "Rohre und Schläuche ≤ DN 80" (KTW A) erfüllt werden.

Für Epoxidharzen müssen die Anforderungen entsprechend der Beschichtungsleitlinie des UBA erfüllt werden.

Auch das Zeugnis entsprechend dem DVGW-Arbeitsblatt W 270 zur Biofilmbeständigkeit wird nach Prüfung des Endprodukts erteilt. Eine falsche Verarbeitung könnte dazu führen, dass das an sich beständige Material geschädigt wurde und dann die Anforderungen des Arbeitsblattes W 270 nicht mehr erfüllt werden. Die Gültigkeit eines W 270-Zeugnisses beträgt maximal 5 Jahre. Eine Unterteilung in verschiedene Kategorien erfolgt nicht.